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Kann man das Logo größer machen?

Was man bedenken sollte.

Ganz gleich wie groß oder klein ein Unternehmen ist, das Verlangen nach einem "größeren Logo" auf ihrer Website, haben sie nahezu alle gemeinsam.

Früher oder später wird die Frage "Kann man das Logo größer machen?" im Wireframing-Prozess ausgesprochen.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 27. Juli 2020 aktualisiert.

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Geschrieben von Saskia Lund
am 28. Juli 2015
Basisdesign ∙ Bigger Logo ∙ Front End ∙ Geht das auch größer ∙ Logo ∙ Tipps ∙ Webdesign
Kann man das Logo größer machen?

Innerlich schüttle ich mich bei dieser Frage jedes Mal aufs Neue. Aber ich bleibe geduldig und erkläre, weshalb die Größe des Logos auf einer Website auf ein Minimum reduziert werden sollte und weshalb ein übergroßes Logo sogar störend oder auch fehl am Platz sein kann.

Heute möchte ich Ihnen gern ebenfalls dieses recht interessante Thema erläutern.

Wenn das Logo größer wäre…

Anhand der folgenden Grafiken ist sehr schön zu erkennen wo das „Problem“ eigentlich liegt.

Was ist denn nun so schlimm daran, das Logo größer zu machen?

In den Bildbeispielen oben habe ich die Problematik schon etwas überspitzt dargestellt. Aber man kann erkennen worum es geht, oder nicht? Grundsätzlich ist es nicht schlimm, wenn man sich für ein Riesenlogo entscheidet. Es gibt diverse Beispiele wo prominente Logos durchaus sehr gut aussehen:

nike-air-max-2014-volt-black-medium-mint-electric-green-2 (1)

aber im Web? Hm…

Warum Sie Ihr Logo nicht größer machen müssen

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: selbstverständlich schätze und brauche ich Ihre Ansichten und Vorstellungen bezüglich Ihrer Webdesign-Wünsche! Dennoch sollten Sie sich die folgenden Gesichtspunkte vor Augen führen:

  • Ihre Seitenbesucher sind nicht blind – schon deshalb sollte Ihrem Logo kein übergroßer Abschnitt auf dem tatsächlich sehr wertvollen, begrenzten Bildschirmplatz zukommen. Und das einzig, um mitzuteilen, auf welcher Seite man sich befindet. Schauen Sie sich das Layout bzgl. Logo auf den Webseiten der oben genannten Marken näher an: Mercedes Benz, Ray Ban, Nike. Im Vergleich zur Navigation und der Produktpräsentation ist die Logodarstellung dort absolute Nebensache.
  • Ihr Logo hat keinen wirklichen Nutzen für den Besucher. – Der begrenzte Platz auf der Startseite ist viel zu wertvoll, um ihn mit etwas für den Besucher derartig Nutzlosem zu verschwenden. Man möchte den Besucher doch vom „Wegklicken“ und „Weitergoogeln“ abhalten!
  • Bei Ihrer Webseite geht es nicht um SIE – dies ist für viele Firmen erstmal schwierig zu schlucken. Ihre Webseite wird nicht für Sie selbst gemacht, sondern für Ihre Kunden und potentiellen Neukunden. Eine konsistente Aussendarstellung zu erschaffen ist gut und sollte gefördert werden wo nur möglich. Aber um Konsistenz zu erreichen, ist es nicht notwendig Ihre Seitenbesucher/Interessenten/Kunden/Neukunden mit Ihrem Logo zu erschlagen.
  • Ein Riesenlogo kann andere wichtigere Seitenelemente aus dem kostbaren Sichtfeld drängen – Möchten Sie nicht vorzugsweise den kurzen Moment der 100%-igen Aufmerksamkeit Ihres Seitenbesuchers nutzen, und sein Augenmerk auf Ihre schicken Produkte und Dienstleistungen lenken?
  • Große Logos können Ihre Webseite stören – Dies ist im Grunde eine Art Fazit aus allen bisher genannten Punkten:
    Große Logos lenken vom Mehrwert und Nutzen Ihrer Webseite ab. Es sei denn, Sie möchten das Logo anstatt Ihrer Produkte verkaufen.
    Lernen Sie zu verstehen, was der eigentliche Zweck einer Webseite ist: Informationsbereitstellung, Kundenservice, Produktpräsentation, etc.

Ich hoffe ich konnte Ihnen die Vorzüge und produktiv sinnvollen Gründe für ein weniger prominentes Logo auf Ihrer Webseite näher bringen. Lassen Sie mich wissen, wie Sie zu diesem Thema denken.

Herzliche Grüße
Saskia Lund

<span class="castledown-font">Saskia Lund</span>

Saskia Lund

Eine WordPress Full Stack Webentwicklerin aus Deutschland, die es mag schöne Websites und anspruchsvolle Webprojekte umzusetzen.

Privat geht Saskia gern mit ihrem Golden Retriever in den Hannoveraner Herrenhäuser Gärten spazieren, liest den ein oder anderen Schmöker und schreibt ab und zu Blogartikel.

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